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Die Sache ist ganz einfach: Die Vorstellung, dass das Cholesterin aus der Nahrung – zum Beispiel das in gesättigten Fetten aus Rindfleisch oder eben das aus Eiern, sich direkt in Cholesterin im Blut verwandelt, ist einfach falsch. Nicht mehr und nicht weniger. Wissenschaftlich gibt es keinen Beleg für eine Verbindung zwischen tierischen Fetten und Cholesterin aus der Nahrung und den Cholesterinwerten im Blut oder dem Risiko für koronare Herzkrankheit. Der Cholesterinspiegel im Blut ist unabhängig davon, ob oder wieviel Eier jemand zu sich nimmt. Über 80 Prozent des Blutcholesterins werden von der Leber hergestellt, und das verzehrte Cholesterin senkt diese körpereigene Produktion sogar. Das zeigt sich immer wieder bei Untersuchungen, die an Personen durchgeführt wurden (vgl. Dr. Perlmutter).

Eier enthalten alle essentiellen Aminosäuren, Vitamine, Mineralien und augenschützende Antioxidantien. Sie halten lange angenehm satt und sind somit ideal für eine Low Carb Ernährung; außerdem tragen sie zur Blutzuckerregulierung bei, sodass Risikofaktoren für Erkrankungen von Herz und Gehirn sowie Krebs reduziert werden.

Hinzu kommt, dass der Zusammenhang zwischen Cholesterin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht so gegeben ist, wie die Schulmedizin behauptet. Forschungsergebnisse, die bereits 1996 veröffentlicht wurden, zeigen, dass 50 % der Opfer von Herzinfarkten und 80 % der Patienten mit koronaren Arterienerkrankungen normale Cholesterinwerte aufweisen.

Der bei uns gebräuchlichste Test zur Bestimmung der LDL-Partikel im Blutserum ist genau genommen nur eine Schätzung und somit fehlerbehaftet. LDL-Cholesterin gilt für gewöhnlich als „schlechtes“ Cholesterin. Für mich ist es aber eine Tatsache, dass, erstens, Cholesterin ein Stoff ist, der im Körper vorkommt und der seine Funktionen hat, und, zweitens, Cholesterin nicht gleich Cholesterin ist und wir noch lange nicht alle seine Aufgaben im Körper kennen. Wenn nun jemand schulmedizinische Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels nimmt, weiß er genau genommen überhaupt nicht, was er damit auslöst und ob er sich etwas Gutes tut oder das Gegenteil.

Vom LDL-Cholesterin gibt es zwei unterschiedliche Partikelformen: „Ein Typ ist klein und dicht und kann zur Arteriosklerose beitragen, und der andere Typ ist groß und leicht und wirkt sich höchstwahrscheinlich weniger schädlich auf unsere Blutgefäße aus. Deshalb sagt (...) das Ergebnis des Tests, selbst wenn der LDL-Wert ansteigt, an sich nur sehr wenig, es sei denn, der Test ist einer der neueren und fortschrittlicheren Lipidtests, der die Zahl beider Partikelformen bestimmt. Der Triglyceridwert scheint ein aussagekräftigerer Indikator der wahren Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein. Bei den meisten Menschen fällt nach Beginn einer fettreichen Diät der Triglyceridspiegel dramatisch ab, in erster Linie deshalb, weil der übermäßige Kohlenhydratkonsum die Hauptursache für hohe Spiegel darstellt. Steigen die Werte an, dann in der Regel nur vorübergehend, und zwar während der Umstellung Ihres Körpers auf die Fettverbrennung. Die Reduktion des Kohlenhydratekonsums löst nämlich die Freisetzung der im Fett gespeicherten Triglyceride aus, die dann verbrannt werden können.“ (vgl. Dr. Mercola)

Die Wissenschaft hat inzwischen nachgewiesen, dass das kleine, dichte LDL durch den Konsum von raffiniertem Zucker und Kohlenhydraten erhöht wird. Diese schädigen unseren Körper viel mehr, als es gesättigte Fettsäuren je überhaupt könnten. Es liegt in der Tat eine gewisse Ironie darin, dass genau die so lange verteufelten Fettsäuren in Wahrheit für die Erhaltung der Gesundheit und die Abwehr von Krankheiten unabdingbar sind. (vgl. Dr. Mercola).

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